Ihr Bürgermeisterkandidat -
Martin Albert

Mein Grußwort an Sie

Mein Grußwort an Sie

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„Wer ist denn das?", „Chancenlos!" oder „Zu jung!" waren sicher die Gedanken vieler, als sie das erste Mal den Namen Martin Albert als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters gehört hatten. Dass diese Bedenken vielleicht doch nur Vorurteile sind, können Sie hier auf der Homepage der Jungen Bürger Markt Eggolsheim entdecken. Ich möchte Ihnen aufzeigen, wie wir unsere Gemeinde zukünftig noch verbessern können.

Die Entscheidung, im jungen Alter von 29 Jahren als Bürgermeister zu kandidieren und damit auf einmal für fast 7.000 Einwohner Verantwortung zu tragen, muss sicher gut bedacht sein. Schließlich ist es die Aufgabe, sich um das Wohlbefinden der Bürgerschaft in allen Ortsteilen gleichermaßen zu kümmern. Und so ist diese Entscheidung über einen langen Zeitraum in mir gereift. Viele Freunde und enge Vertraute haben mich auf dem Weg dahin begleitet und mich immer weiter bestärkt.

Fakt ist, dass unsere Marktgemeinde gut aufgestellt ist. Was aber auch Fakt ist, ist, dass in den letzten Jahren der Unmut in der Bevölkerung und die Unzufriedenheit mit vielen Entwicklungen immer größer geworden ist. Für mich war klar, dass ich daran auch aktiv etwas verändern und bei unserer politischen Entscheidungsfindung maßgebend mitwirken möchte.

Auch wenn ich Quereinsteiger bin und aller Anfang schwer ist, kann gerade das auch eine Chance sein, um mit neuen Impulsen das politische Gefüge in unserer Gemeinde zu beleben. Aus Studium, Beruf und Ehrenamt bringe ich viele Grundlagen für das Amt des Bürgermeisters schon mit. Darauf kann ich mit gewissenhafter Einarbeitung bestens aufbauen.

„Ganz interessant!", „Warum nicht?", „Ich gebe ihm die Chance!" sind vielleicht sogar jetzt die Gedanken, wenn Sie meinen Namen als Bürgermeisterkandidat hören.

Lassen Sie uns deshalb gemeinsam neu starten, gemeinsam neu denken und gemeinsam unsere Zukunft gestalten! Darüber würde ich mich mit meinem Team der Jungen Bürger sehr freuen.

Mit besten Grüßen


Mein Werdegang im Überblick


  • 10/2011 – 07/2015
    Studium des Bauingenieurwesens an der Hochschule Coburg mit Abschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.)

  • 10/2015 – 03/2017
    Studium des Ressourceneffizienten Planen und Bauens an der Hochschule Coburg mit Abschluss Master of Engineering (M.Eng.)

  • 04/2017 – 09/2017
    Anstellung als Projektingenieur für die Planung einer ICE-Strecke bei der DB Netz AG in Frankfurt am Main

  • 10/2017 – 11/2019
    Baureferendariat in der Bayerischen Staatsbauverwaltung mit Abschluss Regierungsbaumeister

  • 12/2019 – heute
    Sachgebietsleitung als Baurat für das Projekt der neuen Bundesstraße 26 am Staatlichen Bauamt Würzburg

Meine Hintergründe aus dem Studium

Meine Hintergründe aus dem Studium

Sowohl mein Bachelor- als auch Masterstudium habe ich mit der Vertiefungsrichtung Infrastrukturplanung an der Hochschule Coburg absolviert. Daher zählen Verkehrsstrategien, der Straßenbau, der Bahnbau sowie die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu meinem Grundwissen. In meinem Masterstudium lag ein zusätzlicher Fokus auf der Ressourcenschonung im Bauwesen.

Viele dieser Themenfelder betreffen tagtäglich unseren Markt Eggolsheim. Sei es die Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser über unsere Quellen und Brunnen, die Entsorgung des Abwassers über das kommunale Kanalnetz und die Kläranlage oder der Hochwasserschutz für unsere Gemeinde. Ein geschulter Blick für diese Belange hilft mir, potenzielle Defizite schnell zu erkennen, eine weitere Verschlechterung der Situation zielorientiert zu vermeiden und sie zum Wohle unserer Bürgerschaft effizient zu beheben.

Auch in unserem Regnitztal türmen sich an vielen Stellen die Bauschutthalden immer höher. Und das, obwohl der Baustoff Sand und Kies nicht unendlich verfügbar ist. Der Umgang mit Bauabfällen und die mögliche Verwertung als Recycling-Baustoff betreffen auch die öffentliche Hand ganz maßgeblich. Als Verantwortungsträger unserer Gemeinde werde ich versuchen, die Abfallvermeidung in den Vordergrund zu rücken. Das heißt aber auch, dass der Abriss kommunaler Gebäude erst dann in Betracht kommen darf, wenn eine Modernisierung der vorhandenen Bausubstanz aus wirtschaftlichen oder anderen Gesichtspunkten nicht mehr infrage kommt. Um natürliche Ressourcen zu schonen und möglichst nachhaltig zu handeln, gehört für mich hier der Einsatz von Recycling-Baustoffen in gemeindlichen Baumaßnahmen genauso dazu.
Meine beruflichen Erfahrungen

Meine beruflichen Erfahrungen

Durch die Vertiefung der Infrastrukturplanung im Studium war es für mich naheliegend, den Einstieg in mein Berufsleben der Planung und dem Bau von Verkehrswegen zu widmen. Wichtige Verkehrswege, wie beispielsweise der Rhein-Main-Donau-Kanal, die Autobahn und die Eisenbahn eröffnen unserem Markt Eggolsheim viele Chancen. Auf der anderen Seite liefern sie aber auch immer wieder Grund zur Sorge.

Ein Großprojekt, das unsere Gemeinde beschäftigt, ist der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke im Regnitztal. Durch meine Erfahrungen mit dem Bahnbau im Studium, aber auch durch mein Beschäftigungsverhältnis bei der Deutschen Bahn, kenne ich die Zusammenhänge gut. Somit kann ich mich effektiv für eine rücksichtsvolle Bauabwicklung auf Augenhöhe zwischen Deutscher Bahn und Gemeinde einsetzen. Im Falle von unzumutbaren baubedingten Belastungen für unsere Bürgerschaft ist dieser direkte Draht zu den Verantwortlichen ganz bedeutend.

Beim Gedanken an den öffentlichen Dienst kommt den meisten sicherlich der verstaubte Aktendeckel und trockene Paragrafenreiterei in den Sinn. Tatsächlich ist der öffentliche Dienst vielmehr ein Dienst für die Allgemeinheit und sicherlich auch alles andere als trocken. Teil des öffentlichen Dienstes ist es, die Mobilität für unsere Gesellschaft sicherzustellen. Genau das war mein Beweggrund, das Referendariat im höheren bautechnischen und umweltfachlichen Verwaltungsdienst in der Bayerischen Staatsbauverwaltung zu beginnen. Nach zwei intensiven Jahren der technischen Wissensvertiefung im Straßen- und Brückenbau sowie der Wissenserweiterung in den Bereichen Personalverantwortung, Kommunikation, Recht und Verwaltung habe ich mich der großen Staatsprüfung gestellt. Das erfolgreiche Bestehen war Voraussetzung für den Erwerb der Qualifikation des Regierungsbaumeisters und gleichzeitig auch der Nachweis dafür, für den Arbeitsalltag als Mobilitätsdienstleister bestens vorbereitet zu sein.

Dafür wurde ich Ende des Jahres 2019 dem Staatlichen Bauamt Würzburg zugeteilt. Seither ist es meine Aufgabe, das Neubauprojekt der Bundesstraße 26 im Großraum Würzburg voranzutreiben. Abhängig vom Ausgang der Kommunalwahlen werde ich die Leitung des Projektes übernehmen und zur weiteren Bearbeitung ein starkes Team aus unterschiedlichen Kompetenzen aufbauen.

Heutzutage gehört meistens aber gar nicht mehr der Neubau, sondern vielmehr die Erhaltung unseres bereits vorhandenen Straßennetzes sowie der Bau von Radwegen zu den klassischen Tätigkeitsfeldern meiner Berufsgattung. Hierbei die verfügbaren Haushaltsmittel so einzusetzen, dass die Termine eingehalten und eine hohe Qualität gewährleistet wird, ist für mich ein besonderer Reiz. Diesen sehe ich genauso in der Aufgabe als Bürgermeister für den Markt Eggolsheim.
Mein Engagement für unseren Markt Eggolsheim

Mein Engagement für unseren Markt Eggolsheim

Zu unseren Vereinen in der Marktgemeinde habe ich einen ganz engen Bezug. Das rührt vor allem daher, dass ich selbst seit meiner Jugend in Vereinen aktiv bin. Dadurch habe ich auch ein Bewusstsein für die Sorgen entwickelt, die unsere Vereine heutzutage umtreiben. In der Förderung der Jugendarbeit und der Werbung neuer Mitglieder sehe ich hier ganz wesentliche Anknüpfungspunkte.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Markt Eggolsheim macht es mir Freude, mich mit einem bunt gemischten Team gemeinsam für eine Sache einzusetzen: Menschen im Notfall zu helfen. Dass das überhaupt funktioniert, dafür ist auch außerhalb von Einsätzen der Gemeinschaftssinn in Übungen und anderen Aktivitäten von großer Bedeutung.

Begeistertes Mitglied bin ich ebenso im Obst- und Gartenbauverein Eggolsheim. Über mehrere Jahre habe ich die Vorstandschaft als Beisitzer unterstützt und seit Beginn des Jahres 2020 die Vereinsleitung als 1. Vorsitzender übernommen. Regelmäßig bieten wir für unsere Mitglieder und die Öffentlichkeit gleichermaßen Veranstaltungen an, wie z.B. Pflanzentauschaktionen. Auch unsere Obstbaumschnittkurse erfreuen sich weit über unsere Gemeindegrenzen hinweg großer Beliebtheit. Wie in vielen Ortschaften unserer Heimatregion bereichern auch wir in Eggolsheim im Frühling mit unserem Osterbrunnen das Ortsbild. Viele dieser Aspekte sind für mich als ein Beitrag zur Erhaltung der Dorfökologie und unserer historisch gewachsenen Kulturlandschaft einfach eine Herzensangelegenheit.

Einige Fragen an unseren Bürgermeisterkandidaten

Welche Eigenschaften beschreiben deine Person am besten?



  • Sachlichkeit, weil bei meinen Entscheidungen eine sorgfältige Abwägung aller Vor- und Nachteile immer im Vordergrund steht.

  • Ehrlichkeit, weil das für mich essenzielle Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander ist.

  • Neugierde und Offenheit, weil für mich Veränderungen oder andere Meinungen ganz wichtig sind, um mein eigenes Tun und Handeln ständig zu reflektieren.


Was hebt dich vom Amtsinhaber ab? Oder anders gefragt: Warum sollte ich genau dich wählen?


Am meisten wohl, weil ich die eingefahrenen Strukturen unserer Gemeindepolitik wieder mit neuer Dynamik versehen kann. Dauern Amtszeiten zu lange, entsteht über die Jahre ein System, das zwar funktioniert, aber mehr und mehr zu einer Blase wird. Das lässt auch Hürden entstehen, die vernünftige Lösungen im politischen Tagesgeschehen erschweren. Ich trete an, damit diese Hürden in insgesamt 30 Jahren nicht zu groß werden und unsere positive Gemeindeentwicklung hemmen.


Als konkretes Beispiel vor der Haustür kann ich hier für diese Hürden die Sanierung des Ortskerns von Eggolsheim nennen. Dass viele Stellen in einem desolaten Zustand sind, ist unstrittig. Bisherige Versuche, daran etwas zu verändern, sind jedoch aufgrund von zu wenig Transparenz im Verfahren und oftmals mittlerweile fehlendem Vertrauen gescheitert.


Ähnliches gilt für Grunderwerbsverhandlungen zwischen Gemeindevertretern und Privaten. Leider fehlt oftmals die Bereitschaft der Privaten, ihre Grundstücke für öffentliche Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen. Häufig liegt das daran, weil das Vertrauen in gerechte Verhandlungen beschädigt und die Angst davor, benachteiligt zu werden zu groß ist. Hier ist eine neue, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft dringend notwendig. Dafür setze ich mich ein.



Wäre es nicht einfacher gewesen, wenn du dich einer größeren Partei angeschlossen hättest?


Das hätte sicherlich vieles vereinfacht, vor allem im Hinblick auf den Wahlkampf. Mir persönlich ist es aber wichtiger, als parteiloser Bürgermeisterkandidat Neutralität zu zeigen und offen für alle Parteien und Gruppierungen im Marktgemeinderat und darüber hinaus zu sein. Gerade in der Kommunalpolitik muss der Einsatz für die Sache im Vordergrund stehen, denn gute Ideen kommen von allen Seiten.


Du hast noch keinerlei politische Erfahrung, nicht mal als Gemeinderatsmitglied. Glaubst du nicht, dass das ein Problem ist?


Ganz im Gegenteil, ich sehe es sogar als Chance. Wäre ich schon Mitglied unseres Gemeinderates und würde ich mich aus dieser Position heraus als Bürgermeister bewerben, brächte ich wohl automatisch eine gewisse Befangenheit und Vorurteile mit. Meine Auffassung ist, dass ein Bürgermeister im Gemeinderat möglichst neutral denken und handeln muss. Das kann ich


Was siehst du in unserer Gemeinde mit Freude?


Eindeutig das Engagement unserer Bürgerschaft für das gemeindliche Zusammenleben. Seien es die Kirchweihen, die einmal im Jahr unsere Ortschaften weiter zusammenschweißen oder auch die Aktivitäten unserer Vereine, die Gemeinschaft stiften und das Dorfleben bereichern. Nicht zu vergessen sind Nachbarn und Freunde, auf deren Hilfe man sich einfach verlassen kann. Darüber freue ich mich wirklich am meisten.


Was siehst du in unserer Gemeinde mit Sorge?


Die größten Sorgen bereiten mir tatsächlich der Umgang mit der endlichen Ressource „Fläche“ in unserer Gemeinde. Vor allem unsere Ortschaften im Bereich der Regnitzachse spüren den Druck ganz besonders. In meinen Augen bedarf es dringend einer Überarbeitung des gemeindlichen Flächennutzungsplanes, der als langfristiges Planungsinstrument bauliche Tabuzonen und Entwicklungsräume konkret definiert. Nur so können wir gewährleisten, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder ausreichende Möglichkeiten zur Weiterentwicklung haben werden. Ein verstärkter Eingriff in die Flächen darf schon gar nicht damit begründet werden, um einen höheren Ausgabenstand im Gemeindehaushalt stemmen zu können. Die behutsame Ausweisung von Bauflächen muss vor allem so erfolgen, dass junge Menschen und Gewerbebetriebe aus unserer Gemeinde auch bei uns bleiben können.


Gibt es weitere Punkte, die du in unserer Gemeinde besser machen würdest?


Ein Thema wurde mir erst durch mein kommunalpolitisches Engagement und die vielen Gespräche mit den Menschen unserer Gemeinde in den letzten Monaten so richtig bewusst: Und zwar das Ungleichgewicht zwischen unseren Ortsteilen, was man als Eggolsheimer Bürger gar nicht als solches wahrnimmt. Je weiter man sich vom Hauptort Eggolsheim entfernt, umso geringer scheint das Interesse unserer Gemeindepolitik um diese Ortsteile. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich dort als die Stiefkinder unserer Gemeinde. Daran möchte ich dringend etwas ändern und alle Ortsteile gleichermaßen berücksichtigen – von Neuses bis Rettern, von Bammersdorf bis Tiefenstürmig. Denn wirklich alle Ortsteile des Marktes Eggolsheim sind liebenswert und sollen es auch zukünftig bleiben.


Vielleicht nun einmal zu einem ganz anderen Thema. In deinen Grußworten hast du erwähnt, dass du in deiner Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Obst- und Gartenbauverein aktiv bist. Für was lässt du dich sonst noch begeistern?


Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich gerne die meiste Zeit draußen an der frischen Luft verbringe. Sei es beim Radfahren oder Wandern mit Freunden in unserer Fränkischen Schweiz, oder sei es die Fischerei und die Jagd. Bedauerlicherweise muss ich zugeben, dass diese Hobbys berufsbedingt in den letzten Jahren immer kürzer gekommen sind. Nichtsdestotrotz ist es für mich ein wertvoller Ausgleich, um zur Ruhe zu kommen und mich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.


Viele meiner Freizeitaktivitäten helfen mir, die Zusammenhänge in unserer Umwelt besser nachvollziehen zu können. Ein Verständnis für die teilweise konträren Ansprüche der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und der Erholungssuchenden unterstützt mich, kompromissfähige Entscheidungen zu treffen.


Wie kann es dir gelingen, auch mal kreative Ansätze für den Markt Eggolsheim zu entwickeln? 


Ich denke, gerade hier hilft mir der distanzierte Blick von außen tatsächlich am meisten. Mir haben es dabei Stationen an verschiedenen Orten auf meinem Lebensweg ermöglicht, meine Heimatgemeinde auch aus einer völlig anderen Perspektive wahrzunehmen. Dadurch konnte ich ein Verständnis entwickeln, wie das gesellschaftliche Zusammenleben andernorts funktioniert und dass Ideen davon durchaus auch auf unsere Marktgemeinde übertragbar wären.


Als „Regierungsbaumeister“ zum Bürgermeister – kann das für die Gemeinde einen Nutzen haben?


Meine Erfahrungen im Bauwesen bringen sicherlich auch im Amt des Bürgermeisters viele Vorteile mit sich. Denn neben technischem Verständnis ist bei heutigen Bauprojekten ein fundiertes Rechtswissen unumgänglich. Das hilft mir, KostenTermine und Qualität im vorgegebenen Rahmen zu halten und übergeordnete Maßnahmen von Bahn und Autobahn partnerschaftlich zum Wohl unserer Gemeinde zu begleiten. Daneben sehe ich einen großen Investitionsbedarf in der gemeindlichen Verkehrsinfrastruktur. So stehen in den nächsten Jahren Straßenerhaltungsprogramme auch in unseren Wohnsiedlungen an und die Umsetzung eines ausgeklügelten Radwegenetzes muss weiter vorangetrieben werden. Für diese Maßnahmen die entsprechenden Fördertöpfe zu kennen, dabei nachhaltig zu bauen und sparsam mit Haushaltsmitteln umzugehen, sind für mich ganz wichtige Voraussetzungen für eine gute Gemeindeentwicklung.


Was bedeutet für dich Bürgernähe?


Bürgernähe heißt für mich, dass das Wohl unserer Gemeindebevölkerung immer im Mittelpunkt steht – und das wirklich auch in allen Ortsteilen gleichermaßen. Die Anliegen der Menschen müssen dabei schnell und unkompliziert aufgenommen und bestmöglich umgesetzt werden. Hierfür möchte ich die alljährlichen Bürgerversammlungen in unseren zwölf Ortsteilen beibehalten, diese jedoch mit viel mehr Zeit zur Diskussion mit den Bürgern ausgestalten. Durch die Ergänzung mit Bürgersprechstunden vor Ort könnte dann die Bindung von Bürgermeister zur Bürgerschaft noch weiter verbessert werden.


Gibt es etwas, wofür du auf der Straße demonstrieren würdest?


Ganz klar, wenn ich unsere Demokratie und die Grundrechte aus unserer Verfassung in Gefahr sehe. Die politischen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit mit zunehmend Gewalt und Spaltung in ganz Europa können in diesem Zusammenhang nur mit Sorge betrachtet werden. Was aber klar ist, ist, dass wir nur als geeintes Europa stark in die Zukunft gehen können. Im Markt Eggolsheim sind wir in der glücklichen Lage, schon seit vielen Jahren die europäische Idee über unsere Gemeindepartnerschaften mit Leben zu füllen. Der Austausch mit Cavedine in Italien und Jászszentlászló in Ungarn ist hier von großem Wert für unsere Bürgerinnen und Bürger. Durch die intensiv gepflegten Partnerschaften, die für unsere Kinder schon über einen Schüleraustausch mit Cavedine in der Grundschule beginnen, können mögliche Barrieren zwischen den Kulturen gar nicht erst entstehen. Dass das auch zukünftig so bleiben und sich das Verhältnis noch weiter verbessern wird, dafür setze ich mich als Bürgermeister mit voller Kraft ein.